Fachwerkhaus im Bergischen Land: Geschichte, typische Baustoffe wie Eiche, Lehm und Schiefer, der Bergische Dreiklang und fachgerechte ökologische Sanierung.

Fachwerkhaus im Bergischen Land – Geschichte, Baustoffe und Sanierung

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… natürlich schön und fachgerecht saniert

Was ist ein Fachwerkhaus?

Ein Fachwerkhaus ist eine traditionelle Holzständerkonstruktion, bei der das Tragwerk aus Holzbalken besteht und die Gefache ursprünglich mit Lehm, Flechtwerk oder Mauerwerk ausgefüllt wurden. Im Bergischen Land entwickelte sich daraus eine eigenständige Bauweise, die bis heute das Erscheinungsbild vieler Orte wie Solingen, Remscheid, Wuppertal, Burscheid und Bergisch Neukirchen prägt.

Das Bergische Fachwerkhaus

Das typische Bergische Haus entstand aus den regional verfügbaren Baustoffen und den besonderen klimatischen Bedingungen des Bergischen Landes. Verwendet wurden vor allem:

  • Eichenholz für das Tragwerk
  • Lehm für die Gefache
  • Kalk für Putze und Anstriche
  • Grauwacke für Sockel und Fundamente
  • Schiefer als Wetterschutz

Ab dem 18. Jahrhundert wurden viele Fachwerkhäuser mit Schiefer verkleidet, um die empfindlichen Lehmausfachungen besser vor Schlagregen zu schützen. Dadurch entstand das charakteristische Erscheinungsbild der Bergischen Baukultur.

Der Bergische Dreiklang

Typisch für historische Gebäude der Region ist der sogenannte Bergische Dreiklang:

  • Schiefergraue Fassaden
  • Weiße Fenster- und Türrahmen
  • Grüne Schlagläden

Diese Farbgestaltung ist bis heute ein prägendes Merkmal vieler historischer Fachwerkhäuser im Bergischen Land.

Warum Lehm und Kalk so wichtig sind

Anders als moderne Gebäude funktionieren historische Fachwerkhäuser als diffusionsoffene Konstruktionen. Holz, Lehm und Kalk können Feuchtigkeit aufnehmen, speichern und anschließend wieder abgeben.

Dadurch entstehen:

  • ein ausgeglichenes Raumklima
  • natürliche Feuchteregulierung
  • hohe Dauerhaftigkeit der Konstruktion
  • angenehme Oberflächentemperaturen

Aus diesem Grund spielen Lehmputze und Kalkputze auch heute eine wichtige Rolle bei der fachgerechten Sanierung von Fachwerkhäusern. Moderne Ersatzmaterialien wie Zementputz oder dampfdichte Dämmstoffe hingegen stören dieses natürliche Gleichgewicht und können langfristig zu Feuchtigkeitsschäden führen.

Fachwerkhäuser im Bergischen Land sanieren

Wer ein Fachwerkhaus im Bergischen Land besitzt oder kaufen möchte, steht vor besonderen Herausforderungen: Die historische Konstruktion erfordert Materialien und Handwerkskenntnis, die heute nur noch wenige Betriebe beherrschen.

Typische Sanierungsaufgaben sind:

  • Austausch geschädigter Hölzer durch erfahrene Zimmerer
  • Erneuerung der Lehmausfachungen mit natürlichen Baustoffen
  • Instandsetzung der Schieferverkleidung zum Schutz vor Schlagregen
  • Energetische Verbesserung mit diffusionsoffenen Dämmstoffen
  • Restaurierung von Fenstern und Schlagläden im Sinne des Denkmalschutzes

Wir sind seit vielen Jahren auf die ökologische Fachwerksanierung im Bergischen Land spezialisiert. Unser Team kennt die regionalen Besonderheiten und arbeitet ausschließlich mit natürlichen Baustoffen.

Kontaktieren Sie uns — wir beraten Sie gerne zur Sanierung Ihres Fachwerkhauses in der Region Bergisches Land, Köln oder Düsseldorf.