Lehmputz – schadstofffrei, feuchteregulierend und antibakteriell. Der ideale ökologische Putz für Innenräume in Fachwerk und Altbau. Verarbeitung, Vorteile und Einsatzgebiete.

Lehmputz

… natürlich schön und wohngesund

Lehmputz ist einer der ältesten und gleichzeitig modernsten Baustoffe für Innenwände. Schadstofffrei, feuchteregulierend und antibakteriell – Lehmputze schaffen ein wohngesundes Raumklima, das kein Industrieprodukt erreicht. Wir verarbeiten Lehmputze seit über 30 Jahren bei Fachwerksanierungen und Altbausanierungen im Bergischen Land und der Region Köln.

Warum Lehmputz?

Ton und Sand bilden die Grundstoffe jedes Lehmputzes. Daraus ergibt sich eine Reihe besonderer Eigenschaften:

  • Feuchteregulierung: Lehmputz nimmt überschüssige Luftfeuchtigkeit auf und gibt sie bei trockener Luft wieder ab. Das sorgt für ein ausgeglichenes Raumklima zwischen 45–55 % relativer Feuchte.
  • Schadstofffreiheit: Lehm enthält keine synthetischen Zusätze, keine Lösungsmittel, keine Konservierungsstoffe. Er ist hautfreundlich und für Allergiker geeignet.
  • Wärmespeicherung: Lehmputze speichern Wärme und geben sie langsam ab – ideal in Kombination mit einer Wandheizung.
  • Antibakteriell: Die natürliche Zusammensetzung hemmt das Wachstum von Schimmelpilzen.
  • Wiederverwendbar: Lehmputz lässt sich mit Wasser aufweichen und vollständig wiederverwenden – ein Kreislaufbaustoff.

Lehmputz-Arten und Einsatzgebiete

Je nach Einsatzgebiet kommen verschiedene Lehmputz-Mischungen zum Einsatz:

Lehm-Unterputz: Grobe Grundierung als Trägerschicht, oft mit Strohhäcksel oder Pflanzenfasern armiert. Ideal als Basis auf Holzweichfaserdämmung oder direkt auf Lehmsteinen in Fachwerkhäusern.

Lehm-Oberputz: Feiner Deckputz für die sichtbare Oberfläche. In verschiedenen Körnungen und Strukturen erhältlich – von glatt bis rustikal.

Lehm-Farbputz (Lehm-Edelputz): Farbiger Lehmputz aus natürlichen Tonerden und ausgesuchten Sanden. Ermöglicht eine große Palette an erdigen Farbtönen ohne Anstrich.

Lehm-Streichputz: Dünn aufgetragener Lehmputz als Alternative zu Wandfarbe. Auf nahezu jedem Untergrund anwendbar – auch im Neubau.

Lehmputz im Fachwerkhaus

Bei der Fachwerksanierung ist Lehmputz die erste Wahl für Innenwände. Er harmoniert perfekt mit der diffusionsoffenen Fachwerkwand und den traditionellen Ausfachungsmaterialien:

  • Auf Lehmstein-Ausfachung: Direktes Verputzen ohne zusätzliche Grundierung
  • Auf Holzweichfaserplatten: Als Deckschicht bei Innendämmung
  • In Kombination mit Wandheizung: Lehm speichert die Strahlungswärme und gibt sie gleichmäßig ab
  • Im Denkmalschutz: Historisch korrekte Materialwahl, von Denkmalbehörden bevorzugt

Lehmputz vs. konventionelle Putze

EigenschaftLehmputzGipsputzZementputz
FeuchteregulierungSehr gutMittelSchlecht
DiffusionsoffenJaEingeschränktNein
SchadstofffreiJaTeilweiseNein
Für Fachwerk geeignetIdealBedingtUngeeignet
WiederverwendbarJaNeinNein
RaumklimaSehr gutGutNeutral

Lehmputz im Neubau

Lehmputze sind längst nicht mehr nur dem Altbau vorbehalten. Immer mehr Bauherren entscheiden sich auch beim ökologischen Neubau für Lehmputz – wegen des hervorragenden Raumklimas und der natürlichen Ästhetik. Besonders beliebt sind farbige Lehm-Edelputze als Alternative zu konventionellen Wandfarben.

Verarbeitung und Produkte

Wir verarbeiten Lehmputze führender Hersteller wie Conluto und Hessler – erhältlich auch über unseren Naturbaustoffhandel. Die Verarbeitung erfolgt je nach Produkt als Hand- oder Maschinenputz durch unsere erfahrenen Stuckateure.

Ob Sanierung oder Neubau, Fachwerk oder Massivbau – wir beraten Sie gerne, welcher Lehmputz zu Ihrem Projekt passt.

Kontaktieren Sie uns für eine persönliche Beratung zu Lehmputzen für Ihr Bauvorhaben im Bergischen Land.